Auf ein programmatisches 2015

Rückblicke können andere besser, daher hier ein Ausblick auf 2015.

  • Transparenz: Programmatic advertising hat die Frage nach Visibilität und Umfeldtransparenz salonfähig werden lassen. Es ist kein neues Phänomen, doch konnte der Werbetreibende das bisher an den Publisher abwälzen. Für 2015 erwarte ich den Einzug eines völlig neuen Tools in die digitale Werbeplanung: gesunder Menschenverstand. Wenn etwas zu gut klingt, um wahr zu sein, ist es evtl. nicht wahr. Denn jedes technische Verifikationstool kann auch ausgehebelt werden.
  • Visitilität: Wenn sich die script-basierte Visibilitätsmessung für Displaywerbung weiter durchsetzt, erwarte ich als nächsten Schritt ein „zeitabhängiges Capping“ bzw. eine „zeitbasierte Kontaktklassenoptimierung“.
  • Make or Buy? Diese Entscheidung werden Werbetreibende, Agenturen und Publisher verstärkt treffen müssen, da die Technologiekosten numehr einen spürbaren Teil der Mediakosten darstellen. Nutze ich einen „managed Service“ oder „self Service“? Miete ich eine DSP, kaufe ich mir eine oder lasse ich eine bauen?
  • und Video? Youtube wird hier weiterhin den Ton angeben. Facebook will einen eigenen Videodienst aufbauen und sicherlich seine Reichweite nutzen können, doch haben sich die User bei youtube an Pre-Rolls gewöhnt, bei Facebook verliert die Usability erheblich bei Videowerbung. Im Premiumbereich werden wir keine großen Sprünge mehr sehen, da die Reichweite sich nicht beliebig steigern lässt.
  • Vorsätze: Programmatic Beef wird auch mal wieder was von sich hören lassen. Vorgesehen sind fünf Audiofolgen für dieses Jahr.

Willkommen, 2015

Hans-M. Winkler